Magnesium Bisglycinat: Wirkung, Dosierung & optimale Einnahme im Überblick

Magnesium Bisglycinat: Wirkung, Dosierung & optimale Einnahme im Überblick
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Grundlagen von Magnesium Bisglycinat

Magnesium Bisglycinat ist eine spezielle Form des Magnesiums, die sich durch ihre hohe Bioverfügbarkeit und Verträglichkeit auszeichnet. Im Vergleich zu anderen Magnesiumverbindungen, wie Magnesiumoxid oder Magnesiumcitrat, wird Magnesium Bisglycinat vom Körper besonders gut aufgenommen. Dies liegt daran, dass es sich um ein sogenanntes Chelat handelt: Magnesium ist hierbei an die Aminosäure Glycin gebunden. Diese Bindung ermöglicht es dem Mineralstoff, den Verdauungstrakt leichter zu passieren und direkt in die Blutbahn aufgenommen zu werden. Dadurch können mögliche Magen-Darm-Beschwerden, wie sie bei anderen Magnesiumformen auftreten können, reduziert werden.

Magnesium ist ein essenzieller Mineralstoff, der an zahlreichen Prozessen im menschlichen Körper beteiligt ist. Dazu zählen unter anderem die Unterstützung der normalen Muskelfunktion, die Aufrechterhaltung eines gesunden Nervensystems sowie die Beteiligung an der Energieproduktion. Ein Mangel an Magnesium kann sich durch verschiedene Symptome äußern, darunter Muskelkrämpfe, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme oder sogar Herzrhythmusstörungen.

Die Auswahl der richtigen Magnesiumverbindung ist entscheidend für eine effektive Supplementierung. Magnesium Bisglycinat wird häufig bevorzugt, da es nicht nur gut verträglich, sondern auch besonders für Menschen mit empfindlichem Magen geeignet ist. Die Kombination aus Magnesium und Glycin bringt zudem weitere Vorteile mit sich: Glycin wirkt beruhigend auf das Nervensystem und kann die Schlafqualität unterstützen. Deshalb wird Magnesium Bisglycinat oft auch von Personen genutzt, die unter Stress, innerer Unruhe oder Schlafproblemen leiden.

Ein weiterer Vorteil von Magnesium Bisglycinat ist die geringere Gefahr von Nebenwirkungen, wie Durchfall, die bei anderen Magnesiumformen häufiger auftreten. Dies macht es zu einer beliebten Wahl für eine langfristige Einnahme und für Menschen, die auf eine zuverlässige Magnesiumversorgung angewiesen sind, wie etwa Sportler oder Personen mit erhöhtem Bedarf.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Magnesium Bisglycinat eine moderne und effiziente Form der Magnesiumsupplementierung darstellt, die eine hohe Bioverfügbarkeit, gute Verträglichkeit und zusätzliche gesundheitsfördernde Eigenschaften durch das enthaltene Glycin bietet.

Wirkmechanismus und Bioverfügbarkeit von Magnesium Bisglycinat

Magnesium Bisglycinat ist eine spezielle Form des Magnesiums, bei der das Mineral an zwei Moleküle der Aminosäure Glycin gebunden ist. Diese Verbindung wird auch als chelatiertes Magnesium bezeichnet. Der besondere Aufbau von Magnesium Bisglycinat bringt entscheidende Vorteile für die Aufnahme und Wirkung im menschlichen Körper mit sich.

Wirkmechanismus:
Magnesium spielt als essenzieller Mineralstoff eine zentrale Rolle in zahlreichen physiologischen Prozessen. Es ist maßgeblich an der Energieproduktion (ATP-Synthese), der Funktion von Muskeln und Nerven sowie an der Regulierung des Herz-Kreislauf-Systems beteiligt. Darüber hinaus ist Magnesium ein wichtiger Cofaktor für über 300 Enzymsysteme im menschlichen Organismus.

Im Fall von Magnesium Bisglycinat sorgt die Bindung an Glycin für eine erhöhte Stabilität des Moleküls. Das Glycin wirkt wie eine Art Schutzschild, das das Magnesium vor frühzeitiger Abspaltung im Verdauungstrakt bewahrt. Erst im Dünndarm wird das Magnesium langsam freigesetzt und kann über die Darmwand effizient aufgenommen werden. Das Glycin selbst besitzt zusätzlich beruhigende Eigenschaften und kann die Verträglichkeit der Verbindung weiter verbessern.

Bioverfügbarkeit:
Ein wesentlicher Vorteil von Magnesium Bisglycinat ist seine hohe Bioverfügbarkeit. Unter Bioverfügbarkeit versteht man den Anteil eines Nährstoffs, der nach der Aufnahme tatsächlich im Blutkreislauf zur Verfügung steht und vom Körper genutzt werden kann. Studien zeigen, dass chelatiertes Magnesium wie Bisglycinat im Vergleich zu anderen Magnesiumverbindungen (z.B. Magnesiumoxid oder Magnesiumsulfat) deutlich besser resorbiert wird.

Der Grund dafür liegt in der chelatierten Struktur: Durch die Bindung an Glycin kann Magnesium den sogenannten aktiven Transportweg der Aminosäuren im Darm nutzen. Dieser Weg ist besonders effizient und wird weniger durch andere Nahrungsbestandteile oder Wechselwirkungen beeinträchtigt. Dadurch gelangen größere Mengen Magnesium direkt ins Blut, während unerwünschte Nebenwirkungen wie Durchfall, die bei anderen Magnesiumformen häufig auftreten, seltener sind.

Zusammengefasst bietet Magnesium Bisglycinat durch seinen spezifischen Wirkmechanismus und die hohe Bioverfügbarkeit eine ausgezeichnete Option für Menschen, die ihren Magnesiumhaushalt gezielt und effektiv unterstützen möchten. Gerade für Personen mit sensibler Verdauung oder erhöhtem Bedarf kann diese Form von Magnesium vorteilhaft sein.

Optimale Einnahmezeitpunkte für Magnesium Bisglycinat

Magnesium Bisglycinat ist eine besonders gut verträgliche und bioverfügbare Form von Magnesium, die häufig zur Unterstützung der Muskel- und Nervenfunktion sowie zur Verbesserung der Schlafqualität eingesetzt wird. Damit das Supplement seine Wirkung bestmöglich entfalten kann, spielt der Einnahmezeitpunkt eine entscheidende Rolle. Im Folgenden erfahren Sie, zu welchen Zeiten die Einnahme von Magnesium Bisglycinat am sinnvollsten ist und welche individuellen Faktoren bei der Wahl des Einnahmezeitpunkts zu berücksichtigen sind.

Grundsätzlich ist Magnesium Bisglycinat magenschonend und wird auch bei empfindlichem Magen gut vertragen. Dies ermöglicht eine flexible Einnahme, unabhängig von den Mahlzeiten. Dennoch gibt es einige Empfehlungen, um die Aufnahme und Wirksamkeit zu optimieren:

  • Einnahme am Abend: Viele Menschen berichten von einer entspannenden Wirkung des Magnesium Bisglycinats, da die Aminosäure Glycin eine beruhigende Wirkung auf das zentrale Nervensystem haben kann. Daher empfiehlt sich die Einnahme insbesondere am Abend, etwa 1–2 Stunden vor dem Schlafengehen. Dies kann zur Verbesserung der Schlafqualität und zur Vorbeugung nächtlicher Muskelkrämpfe beitragen.
  • Einnahme nach dem Sport: Bei intensiver körperlicher Betätigung oder regelmäßigem Training empfiehlt sich die Einnahme unmittelbar nach dem Sport. Der erhöhte Bedarf an Magnesium durch Muskelarbeit kann so effizient ausgeglichen werden, was die Regeneration unterstützt und Muskelkater vorbeugen kann.
  • Verteilung der Dosis: Bei höheren Dosierungen oder bei Personen mit empfindlichem Magen kann es sinnvoll sein, die Tagesdosis auf zwei Einnahmezeitpunkte zu verteilen – zum Beispiel morgens und abends. Dies verbessert die Verträglichkeit und sorgt für eine gleichmäßige Magnesiumversorgung.

Wichtig zu wissen ist, dass bestimmte Substanzen die Aufnahme von Magnesium hemmen können. Dazu zählen beispielsweise große Mengen an Calcium, Eisen oder Zink, wenn diese zeitgleich eingenommen werden. Daher sollte ein Abstand von mindestens zwei Stunden zwischen der Einnahme von Magnesium Bisglycinat und anderen mineralstoffhaltigen Präparaten eingehalten werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der optimale Einnahmezeitpunkt von individuellen Faktoren wie Trainingsgewohnheiten, Tagesablauf und persönlichem Wohlbefinden abhängt. Eine abendliche Einnahme ist besonders empfehlenswert, um von der entspannenden Wirkung zu profitieren. Bei Unsicherheiten oder bestehenden Vorerkrankungen sollte die Einnahme jedoch stets mit einer Ärztin oder einem Arzt abgestimmt werden.

Dosierungsempfehlungen und individuelle Anpassungen

Magnesium Bisglycinat ist eine gut bioverfügbare Form von Magnesium, die sich durch ihre hohe Verträglichkeit auszeichnet. Die richtige Dosierung spielt eine zentrale Rolle für eine effektive Supplementierung und die Vermeidung möglicher Nebenwirkungen. Doch wie viel Magnesium Bisglycinat ist sinnvoll, und wie können individuelle Bedürfnisse berücksichtigt werden?

Die allgemeine Dosierungsempfehlung für Erwachsene liegt laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei etwa 300 bis 400 mg elementarem Magnesium pro Tag. Für Magnesium Bisglycinat bedeutet dies, dass meist eine Menge von 1.000 mg bis 2.000 mg des Komplexes nötig ist, da die Verbindung selbst nur zu etwa 10 % bis 20 % aus reinem Magnesium besteht. Die genaue Angabe des Magnesiumgehalts findet sich jeweils auf dem Produktetikett.

Es ist ratsam, die Tagesdosis auf mehrere Einnahmezeitpunkte zu verteilen, um die Aufnahme zu optimieren und eine mögliche Belastung des Darms zu vermeiden. Besonders bei empfindlichem Verdauungssystem empfiehlt sich eine schrittweise Steigerung der Dosierung.

Individuelle Anpassungen sind bei bestimmten Lebensumständen und Vorerkrankungen sinnvoll. Schwangere und Stillende haben einen erhöhten Bedarf, ebenso wie Sportler und Menschen mit chronischem Stress, Diabetes oder bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Hier kann eine Dosiserhöhung in Rücksprache mit einer medizinischen Fachkraft angezeigt sein. Auch bei bestehenden Nierenfunktionsstörungen sollte die Magnesiumzufuhr individuell angepasst und ärztlich überwacht werden.

Die Symptomorientierung ist ein wichtiger Leitfaden: Zeichen eines Magnesiummangels, wie Muskelkrämpfe, Unruhe oder Konzentrationsstörungen, können auf einen erhöhten Bedarf hinweisen. Umgekehrt sollte die Dosis reduziert werden, falls es zu weichem Stuhl oder Durchfall kommt – dies sind typische Anzeichen einer zu hohen Zufuhr.

Zusammenfassend empfiehlt es sich, mit einer moderaten Dosierung zu beginnen, die Verträglichkeit zu beobachten und die Menge bei Bedarf schrittweise anzupassen. Eine regelmäßige Rücksprache mit Ärztinnen oder Ärzten, insbesondere bei bestehenden Erkrankungen oder Unsicherheiten, ist zu empfehlen, um eine optimale Versorgung sicherzustellen.

Einfluss von Begleitstoffen und Ernährung auf die Aufnahme von Magnesium Bisglycinat

Die Bioverfügbarkeit, also die Aufnahmefähigkeit von Magnesium Bisglycinat im Körper, wird maßgeblich durch Begleitstoffe sowie die generelle Ernährung beeinflusst. Für eine optimale Wirkung ist es daher essenziell, auf bestimmte Faktoren bei der Einnahme zu achten.

Magnesium Bisglycinat zeichnet sich durch seine hohe Bioverfügbarkeit aus, da es sich um eine organische Verbindung handelt. Das Magnesium ist dabei an die Aminosäure Glycin gebunden, was die Aufnahme im Darm erleichtert. Dennoch können einige Stoffe aus der Nahrung oder aus anderen Supplements die Resorption entweder fördern oder hemmen.

Zu den fördernden Begleitstoffen zählen vor allem Aminosäuren und leicht verdauliche Proteine. Sie unterstützen die Transportprozesse im Darm. Auch Vitamin B6 kann die Magnesiumaufnahme positiv beeinflussen, da es an mehreren enzymatischen Reaktionen im Magnesiumstoffwechsel beteiligt ist. Daher kann es sinnvoll sein, Magnesium Bisglycinat zusammen mit einer eiweißreichen, vitaminreichen Mahlzeit einzunehmen.

Bestimmte Stoffe hingegen hemmen die Aufnahme von Magnesium. Hierzu zählen vor allem Phytinsäure (enthalten in Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten), Oxalsäure (z.B. in Spinat, Rhabarber) und hohe Mengen an Ballaststoffen. Diese Substanzen können im Darm schwer lösliche Komplexe mit Magnesium bilden und dadurch die Aufnahme reduzieren. Auch ein hoher Konsum von kalziumreichen Lebensmitteln oder Kalziumpräparaten zur gleichen Zeit kann die Magnesiumresorption beeinträchtigen, da beide Mineralstoffe um denselben Transportweg konkurrieren.

Darüber hinaus ist zu beachten, dass koffeinhaltige Getränke (z.B. Kaffee, schwarzer Tee) sowie Alkohol die Magnesiumausscheidung über die Nieren erhöhen können. Es empfiehlt sich daher, Magnesium Bisglycinat nicht direkt zusammen mit diesen Getränken einzunehmen.

Zusammengefasst spielt die Zusammensetzung der Mahlzeit, mit der Magnesium Bisglycinat eingenommen wird, eine entscheidende Rolle für die Wirksamkeit des Präparats. Empfehlenswert ist die Einnahme zu einer Hauptmahlzeit mit moderatem Protein- und Vitamingehalt, wobei auf stark phytin- oder oxalsäurehaltige Lebensmittel verzichtet werden sollte. Die getrennte Einnahme von Kalzium- und Magnesiumpräparaten wird ebenfalls empfohlen, um die Aufnahme beider Mineralstoffe zu optimieren.

Sicherheit, Nebenwirkungen und Kontraindikationen von Magnesium Bisglycinat

Magnesium Bisglycinat gilt als eine der am besten verträglichen und bioverfügbaren Formen von Magnesium. Dennoch ist es wichtig, sich vor der Einnahme mit möglichen Nebenwirkungen, Sicherheitsaspekten und Kontraindikationen vertraut zu machen.

Sicherheit von Magnesium Bisglycinat

Die Sicherheit von Magnesium Bisglycinat wurde in zahlreichen Studien bestätigt. Aufgrund seiner chelatierten Form – Magnesium ist hier an die Aminosäure Glycin gebunden – wird es besonders gut vom Körper aufgenommen und ist für den Magen-Darm-Trakt schonender als viele andere Magnesiumverbindungen. Dies minimiert das Risiko von Verdauungsbeschwerden wie Durchfall, die bei anderen Magnesiumpräparaten häufiger auftreten.

Mögliche Nebenwirkungen

Obwohl Magnesium Bisglycinat als sehr verträglich gilt, können in seltenen Fällen Nebenwirkungen auftreten. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen zählen:

  • Leichte Magen-Darm-Beschwerden wie weicher Stuhl oder Blähungen
  • Übelkeit
  • Durchfall bei Überdosierung

Diese Nebenwirkungen sind meist dosisabhängig und treten vor allem bei einer Einnahme oberhalb der empfohlenen Tagesdosis auf. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfiehlt für Erwachsene eine tägliche Gesamtzufuhr von Magnesium aus allen Quellen von maximal 250 mg über Nahrungsergänzungsmittel, um Nebenwirkungen zu vermeiden.

Kontraindikationen

In bestimmten Fällen sollte Magnesium Bisglycinat nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden. Zu den wichtigsten Kontraindikationen zählen:

  • Schwere Niereninsuffizienz: Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann die Ausscheidung von Magnesium gestört sein, was zu einer Hypermagnesiämie (zu hoher Magnesiumspiegel im Blut) führen kann.
  • Herzrhythmusstörungen: Personen mit bestimmten Herzrhythmusstörungen sollten Magnesiumpräparate nur unter ärztlicher Kontrolle einnehmen.
  • Bestimmte Medikamente: Magnesium kann die Wirkung von Medikamenten wie Antibiotika (z. B. Tetracycline, Chinolone) oder Bisphosphonaten beeinträchtigen. Ein Abstand von mindestens zwei Stunden zwischen der Einnahme wird empfohlen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist der Magnesiumbedarf erhöht. Magnesium Bisglycinat kann in der Regel auch in diesen Lebensphasen eingenommen werden, jedoch sollte die Dosierung mit einem Arzt oder einer Hebamme abgestimmt werden, um eine Überdosierung zu vermeiden.

Fazit

Magnesium Bisglycinat ist für die meisten Menschen eine sichere und gut verträgliche Magnesiumquelle. Nebenwirkungen sind selten und meist mild, sofern die empfohlene Dosierung eingehalten wird. Bei bestimmten Vorerkrankungen oder der Einnahme von Medikamenten sollte jedoch immer Rücksprache mit dem behandelnden Arzt gehalten werden.